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Module

Modul 1: Rolle und Selbstverständnis als Lehrende

Übergeordnetes Ziel:
Die Teilnehmenden kennen und reflektieren ihre Rolle als Lehrende in der medizinischen Ausbildung und entwickeln ein persönliches Lehrkonzept.

  • Die Teilnehmenden können zentrale Rollenbilder und Aufgaben von Lehrenden in der Medizin benennen.
  • Beispielsweise erkennen sie ihre Rolle als Lehrende in der medizinischen Ausbildung und reflektieren ihr Selbstverständnis im Spannungsfeld der einzelnen Aufgaben (z.B. Fachexpert:in, Betreuer:in, Mentor:in, Prüfer:in).
  • Sie reflektieren regelmäßig ihre Lehrpraxis und entwickeln Strategien zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer Lehrkompetenz und zur Integration neuer Lehrtechnologien und -konzepte.
  • Sie verstehen Lehre als Teil ihrer professionellen Identität in der Medizin und engagieren sich aktiv in einer sogenannten „Community of Practice“, um gemeinsam mit Kolleg:innen zur Weiterentwicklung der Ausbildungskultur beizutragen.

Modul 2: Lernpsychologie

Übergeordnetes Ziel:
Die Teilnehmenden verstehen, wie Menschen – insbesondere heutige Medizinstudierende – lernen, und gestalten ihre Lehre auf Basis lernpsychologischer Erkenntnisse. 

  • Die Teilnehmenden kennen und verstehen zentrale Konzepte der Lernpsychologie (z.B. Motivation, Kognition, Selbstwirksamkeit) und wenden diese gezielt in ihrer Lehrpraxis an.
  • Sie fördern Lernprozesse auf unterschiedlichen Kompetenzstufen (Wissen, Fertigkeiten, Haltung) durch geeignete didaktische Methoden.
  • Sie berücksichtigen die Lernpräferenzen, Werte und Kommunikationsstile der Generation Z und gestalten Lernumgebungen, die diese gezielt ansprechen.
  • Sie reflektieren Diversität, Vorwissen und unterschiedliche Lernvoraussetzungen ihrer Studierenden und leiten daraus passende, evidenzbasierte Lehr- und Unterstützungsstrategien ab.

Modul 3: Lehrveranstaltungen planen

Übergeordnetes Ziel:
Die Teilnehmenden können ihre Lehrveranstaltungen nach dem Prinzip des „Constructive Alignments“ planen sowie lernförderliche und mediengerechte Lernunterlagen erstellen.

  • Die Teilnehmenden kennen die SMART-Kriterien zur Formulierung von Lernzielen (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert) und können diese in ihrer eigenen Lehrpraxis anwenden.
  • Die Teilnehmenden können ihre Lernziele so formulieren, dass diese an Kompetenzen ausgerichtet sind (z.B. nach Bloom oder Miller).
  • Sie überprüfen die Passung zwischen Lernzielen, Methoden und Prüfungen („Constructive Alignment“).
  • Sie erstellen evidenzbasierte, ansprechende und lernförderliche Lehr- und Lernmaterialien (z.B. Folien, Skripten, digitale Medien), die inhaltlich und didaktisch auf die zu vermittelnden Lernziele abgestimmt sind.
  • Sie berücksichtigen bei der Planung zeitliche, organisatorische und curriculare Rahmenbedingungen.

Modul 4: Didaktische Methoden

Übergeordnetes Ziel:
Die Teilnehmenden können verschiedene Lehrmethoden anwenden, um Studierende aktiv in Lernprozesse einzubinden und entwickeln lernförderliche und mediengerechte Lernunterlagen.

  • Die Teilnehmenden kennen ein breites Repertoire an Lehrmethoden und können dieses zielgerichtet einsetzen.
  • Sie fördern aktive Beteiligung, kritisches Denken und klinisches Entscheidungsvermögen der Studierenden.
  • Sie verfügen über effektive Kommunikations- und Präsentationskompetenzen.
  • Sie geben konstruktives, entwicklungsorientiertes Feedback und fördern individuelle Lernprozesse.
  • Sie schaffen ein lernförderliches Klima, das von psychologischer Sicherheit, Feedbackkultur und Respekt geprägt ist.

Modul 5: Prüfen

Übergeordnetes Ziel:
Die Teilnehmenden verstehen die lernsteuernde Bedeutung von Prüfungen und können für ihre Lehre kompetenzorientierte Prüfungen und formative Assessments planen und umsetzen.

  • Die Teilnehmenden verstehen die Bedeutung kompetenzorientierter Prüfungsformate und können für ihre Lehrpraxis geeignete Assessments planen und anwenden (z.B. MC-Prüfungen, OSCE, MiniCEX, DOPS, unterrichtsbegleitendes Prüfen).
  • Sie kennen Gütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität) und deren Anwendung in der medizinischen Prüfung.
  • Sie formulieren valide und faire Prüfungsfragen, die Wissen, klinisches Denken und professionelle Haltung erfassen.

Modul 6: Betreuung von Studierenden / Mentoring

Übergeordnetes Ziel:
Die Teilnehmenden können Studierende in unterschiedlichen Lern- und Entwicklungssituationen strukturiert und lernförderlich begleiten – einschließlich Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten und klinischem Mentoring und dabei geeignete Kommunikations-, Feedback- und Reflexionsmethoden situationsgerecht einsetzen.

  • Die Teilnehmenden können Studierende bei der Planung, Durchführung und Fertigstellung wissenschaftlicher Arbeiten strukturiert begleiten, insbesondere bei der Formulierung einer Forschungsfrage, der Planung des wissenschaftlichen Arbeitsprozesses und der kritischen Reflexion wissenschaftlicher Ergebnisse.
  • Die Teilnehmenden können Studierende im klinischen Umfeld lernzielorientiert betreuen, Lehrsituationen am Krankenbett planen, durchführen und reflektieren, Studierende entsprechend ihrem Ausbildungsstand aktiv in klinische Tätigkeiten und Entscheidungsprozesse einbeziehen sowie strukturiertes Feedback zu klinischen Kompetenzen und professionellem Verhalten geben. 
  • Die Teilnehmenden können ihre Rolle, Aufgaben und Grenzen als Mentor:in reflektieren und Studierende im Rahmen einer individuellen Entwicklungsbegleitung bei der Formulierung und Verfolgung persönlicher Lern-, Entwicklungs- und Karriereziele unterstützen.