
Universitätsklinik für Innere Medizin I, Intensivstation 13i2, MedUni Wien
Internistische Fächer
Tätigkeitsbereich: Assistenzärztin
Forschungsschwerpunkte: ECMO, Sepsis, Reanimation
Gruppengröße: 5
Kontakt: andrea.kornfehl@meduniwien.ac.at
Was ich anbiete
Während meines Studiums hatte ich oft den Eindruck, dass wissenschaftliche Karrierewege, Forschungsmöglichkeiten und berufliche Entwicklungsschritte nicht immer transparent sind. Häufig scheint es vom Zufall abzuhängen, ob man die richtigen Menschen trifft, die einen fördern, unterstützen und neue Perspektiven eröffnen. Ich bin überzeugt, dass Motivation, Eigeninitiative und die richtige Unterstützung einen entscheidenden Unterschied machen können. Genau dabei möchte ich Studierende begleiten und ihnen Einblicke, Orientierung und praktische Unterstützung bieten.
Diplomarbeit und erste wissenschaftliche Schritte
Die Planung und Durchführung einer Diplomarbeit ist häufig die erste intensive Berührung mit wissenschaftlichem Arbeiten. Gemeinsam können wir besprechen, wie man ein passendes Thema und eine geeignete Betreuung findet, woran man ein gutes wissenschaftliches Umfeld erkennt und welche Stolpersteine sich vermeiden lassen. Außerdem möchte ich aufzeigen, welche Möglichkeiten sich aus einer Diplomarbeit ergeben können und wie sie den weiteren Karriereweg beeinflussen kann.
Forschung und wissenschaftliche Karriere
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einstieg in die Forschung und der wissenschaftlichen Karriereplanung. Dabei können wir über Möglichkeiten an der Medizinischen Universität Wien, den Weg in ein PhD-Programm, die Verbindung von Klinik und Wissenschaft sowie über Fähigkeiten sprechen, die bereits im Studium aufgebaut werden können. Wissenschaftlich interessierte Studierende unterstütze ich gerne dabei, Forschungsprojekte kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und eigene wissenschaftliche Interessen weiterzuentwickeln. Darüber hinaus vermittle ich nicht nur Kontakte zu bestehenden Forschungsgruppen, sondern biete auch die Möglichkeit, Diplomarbeiten und wissenschaftliche Projekte direkt in meinem Umfeld kennenzulernen und aktiv mitzugestalten.
Klinische Ausbildung und Berufsalltag
Gerne gebe ich Einblicke in den klinischen Alltag der internistischen Intensivmedizin und Notfallmedizin. Themen können dabei Famulaturen, klinische Praktika, der Übergang vom Studium in die klinische Tätigkeit, die Facharztausbildung oder die Ausbildung zur Notärztin sein. Einblicke in den klinischen Alltag auf der internistischen Intensivstation sowie im Bereich der Notfallmedizin sind dabei ein wesentlicher Bestandteil des Mentorings. Mir ist es wichtig, Studierenden die Möglichkeit zu geben, den Berufsalltag möglichst realitätsnah kennenzulernen und praktische Eindrücke aus beiden Fachbereichen zu gewinnen.
Karriereplanung und persönliche Entwicklung
Der Weg durch Studium, Ausbildung und wissenschaftliche Karriere verläuft selten geradlinig. Neben fachlichen Fragen beschäftigen viele Studierende auch Unsicherheiten, Rückschläge oder schwierige Entscheidungen. Gerne stehe ich für Gespräche über Karriereplanung, berufliche Orientierung und persönliche Entwicklung zur Verfügung und teile dabei sowohl positive Erfahrungen als auch Herausforderungen, denen ich selbst begegnet bin. Ein Thema, das mir während meiner eigenen Ausbildung oft gefehlt hat, ist der Umgang mit Konflikten – sei es in der Zusammenarbeit mit Betreuer, Mentor oder im klinischen Alltag. Gemeinsam können wir besprechen, welche Möglichkeiten es gibt, schwierige Situationen konstruktiv zu lösen und wie man auch aus Rückschlägen wichtige Erfahrungen für den weiteren Weg mitnehmen kann.
Mir ist besonders wichtig, einen vertrauensvollen Rahmen zu schaffen, in dem offen über Fragen, Unsicherheiten, Herausforderungen und Ziele gesprochen werden kann. Mentoring soll nicht nur fachliche Orientierung bieten, sondern auch Raum für persönliche Entwicklung und ehrlichen Austausch schaffen. Nicht jede Frage betrifft unmittelbar Klinik oder Wissenschaft – manchmal braucht es einfach jemanden, der zuhört, eine andere Perspektive einbringt oder bei wichtigen Entscheidungen unterstützt.
Die Förderung von Frauen in der Medizin und Wissenschaft liegt mir besonders am Herzen. Auch heute sind akademische Karrierewege häufig mit besonderen Herausforderungen verbunden, weshalb ich junge Kolleginnen gerne bei ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung unterstütze. Gleichzeitig freue ich mich selbstverständlich über motivierte Studierende aller Geschlechter, die Interesse an klinischer Medizin, Wissenschaft und persönlicher Weiterentwicklung mitbringen.
Was ich von den Studierenden erwarte
Ich wünsche mir motivierte, neugierige und engagierte Studierende, die Interesse an klinischer Medizin, Wissenschaft und persönlicher Weiterentwicklung mitbringen. Mentoring lebt vom gegenseitigen Austausch – je aktiver Fragen, Ideen und Ziele eingebracht werden, desto mehr können wir gemeinsam erreichen. Ebenso wichtig sind mir Verlässlichkeit, Offenheit und ein respektvoller Umgang miteinander. Unsere Treffen sollen ein vertrauensvoller Rahmen sein, in dem man Fragen stellen kann, die im klinischen oder universitären Alltag oft unbeantwortet bleiben.
Zeitliche Vorgaben für Treffen
Geplant sind mindestens sechs Treffen pro Studienjahr. Darüber hinaus können je nach Interessen und Bedürfnissen der Gruppe zusätzliche Treffen, individuelle Gespräche oder spontane Austauschmöglichkeiten vereinbart werden. Zeit und Ort werden gemeinsam festgelegt.
Was ich sonst noch sagen möchte
Mein eigener Weg war von Beginn an durch die Verbindung von Klinik und Wissenschaft geprägt. Bereits während des zweiten Studienjahres begann ich, wissenschaftlich in den Bereichen Intensiv- und Notfallmedizin mitzuarbeiten. Dadurch konnte ich früh Einblicke in die universitäre Medizin gewinnen und unterschiedliche Möglichkeiten kennenlernen, klinische Tätigkeit und Forschung miteinander zu verbinden.
Besonders geprägt haben mich die Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet haben. Ich hatte das große Glück, bereits früh eine Mentorin zu finden, die mich nicht nur während meiner Diplomarbeit, sondern weit darüber hinaus gefördert und unterstützt hat. Sie hat mir gezeigt, wie wertvoll ehrliche Unterstützung, konstruktives Feedback und langfristige Förderung sein können. Gleichzeitig habe ich im Laufe meiner Ausbildung auch weniger positive Erfahrungen mit Betreuung und Mentoring gemacht, die ich oft erst rückblickend als solche erkannt habe. Gerade diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, schwierige Situationen anzusprechen, neue Perspektiven zu suchen und nicht vorschnell aufzugeben. Es gibt fast immer einen Weg weiter – auch in Momenten, in denen man das Gefühl hat, festzustecken oder alles hinschmeißen zu wollen.
Viele Chancen im Studium und in der Ausbildung bleiben oft unsichtbar, wenn niemand darauf aufmerksam macht. Gleichzeitig entstehen aus kleinen Begegnungen, ersten Forschungsprojekten oder einer Famulatur manchmal Entwicklungen, die den weiteren Berufsweg nachhaltig prägen. Mein Ziel als Mentorin ist es, Orientierung zu geben, Möglichkeiten aufzuzeigen und Studierende dabei zu unterstützen, ihren eigenen Weg in Klinik, Wissenschaft und darüber hinaus zu finden.
Im Mittelpunkt stehen die individuellen Interessen, Fragen und Ziele meiner Mentees. Ich möchte nicht nur Erfahrungen weitergeben, sondern auch aktiv fördern, Türen öffnen und Studierende dabei unterstützen, ihr Potenzial bestmöglich zu entfalten.