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Detail

Ruth Zöhrer
Dr. Ruth Zöhrer, Mag.

Orthopädisches Spital Speising, Michael-Ogon Labor für Orthopädische Forschung
Anatomie und Histologie, Life Sciences, Orthopädie und Unfallchirurgie

Tätigkeitsbereich: Teamlead Knochen- und Knorpelforschung

Forschungsschwerpunkte: Knochenqualität, Knorpel- und Knochenforschung, Osteologie, Implantat-assoziierte Gewebereaktionen, hochauflösende Gewebe- und Materialanalytik, multimodale Bildgebung und korrelative Analysen

Gruppengröße: 5

Kontakt: ruth.zoehrer@oss.at

Was ich anbiete

· Einblicke in translationale orthopädische Forschung in allen Facetten: Klinik, OP-nahe Probengewinnung, Labor, Probenaufbereitung, Spezialanalytik, Dateninterpretation und Publikation.

· Entscheidungshilfe bei der Auswahl und Planung einer Diplomarbeit, wissenschaftlichen Fragestellung oder möglichen späteren PhD-Richtung.

· Unterstützung beim Verständnis des gesamten Forschungsprozesses: Themenfindung, Studienplanung, Ethik- und Biobankeinreichung, Statistik, Auswertung und wissenschaftliches Schreiben.

· Bei entsprechendem Interesse und Motivation ist auch eine Diplomarbeitsbetreuung oder Einbindung in wissenschaftliche Projekte möglich.

·  „Shadowing“ im OP und Forschungsumfeld, je nach organisatorischer und klinischer Möglichkeit, etwa bei robotergestützten Knieoperationen, Revisionsoperationen, Osteotomien oder Osteotomien bei seltenen Knochenerkrankungen sowie Polydaktylie-Fällen.

· Exkursionen zu Kooperationspartnern, zum Beispiel an die TU Wien und/oder das Ludwig Boltzmann Institute of Osteology, mit Einblick in Methoden wie ToF-SIMS, XPS, AFM-basierte Nanoindentation und hochauflösende Knochenanalytik.

· Besprechung weiterer Themen wie Auslandsaufenthalte, Karrierewege zwischen Medizin, Forschung und Industrie, Networking sowie Arbeiten in interdisziplinären Forschungsstrukturen.

Beim ersten Treffen werden wir einen Themenpool erarbeiten, mit dem wir uns das Jahr beschäftigen werden.

Typische Themen können sein:

·          Wie entwickelt man aus einer klinischen Beobachtung eine wissenschaftliche Fragestellung?

·          Wie funktioniert translationale (orthopädische) Forschung in der Praxis?

·          Wie wird aus einer humanen Probe ein wissenschaftlicher Datensatz?

·          Welche Rolle spielen Ethik, Biobank, Probengewinnung und Probenaufbereitung?

·          Wie plant man eine Diplomarbeit oder ein Forschungsprojekt sinnvoll?

·          Wie geht man mit Daten, unerwarteten Ergebnissen, Kritik und wissenschaftlichem Scheitern um?

·          Welche Karrierewege gibt es zwischen Medizin, Forschung, Industrie und Wissenschaft?

·          Wie plant man Auslandsaufenthalte und baut wissenschaftliche Netzwerke auf?

Was ich von den Studierenden erwarte

Ich wünsche mir Studierende, die neugierig, offen und verlässlich sind. Forschungserfahrung ist keine Voraussetzung. Wichtig sind Interesse, Eigeninitiative und die Bereitschaft, Fragen zu stellen.

Mein Mentoring soll Raum für Unsicherheiten, Umwege und offene Fragen bieten. Nicht jede Karriereentscheidung ist von Anfang an klar, und nicht jedes Forschungsprojekt verläuft geradlinig.

Zeitliche Vorgaben für Treffen

Treffen nach Vereinbarung (alle 4 bis max. 6 Wochen), keine spezifischen Zeitfenster.

Voraussichtlicher Ort: Orthopädischen Spital Speising, Michael-Ogon Forschungslabor

Ich möchte jedoch auch zumindest einen Tag an der TU Wien und/oder am Ludwig Boltzmann Institute of Osteology (LBIO) am Standort Hanusch-Krankenhaus beziehungsweise Traumazentrum Meidling organisieren – diese Termine sind dann institutsabhängig.

Was ich sonst noch sagen möchte

Mein eigener Karriereweg war nicht linear, ganz im Gegenteil. Nach meinem Medizinstudium ohne anschließender klinischer Ausbildung habe ich mich mit meinem Doktorat in Humanbiologie auf osteologische und orthopädische Grundlagenforschung spezialisiert. Langjährige Forschungsaufenthalte in Australien und den USA sowie rund zehn Jahre in der Medizintechnik-Industrie im Bereich medizinischer Implantate haben meinen Blick auf klinische Fragestellungen, wissenschaftliche Evidenz, Studienplanung und praktische Anwendbarkeit stark geprägt.

Heute koordiniere ich die Knorpel- und Knochengrundlagenforschung am Michael-Ogon Laboratory for Orthopaedic Research. Mein Schwerpunkt liegt an der Schnittstelle von Klinik, Grundlagenforschung, Materialwissenschaft, Bildgebung und translationaler Forschung.

Im Mentoring möchte ich Studierenden zeigen, wie vielfältig medizinische Laufbahnen sein können – klinisch, wissenschaftlich, industriell oder interdisziplinär. Besonders wichtig ist mir, Einblicke zu ermöglichen, die im regulären Studium selten zugänglich sind: von OP-naher Probengewinnung über Probenaufbereitung und Spezialanalytik bis hin zu Dateninterpretation, Statistik und Publikation sowie Einblicke in die diversen Instrumente an TU und LBIO die weltweit nur sehr wenigen Zentren zur Verfügung stehen. Gleichzeitig möchte ich Mut machen, über Fächergrenzen hinweg zu denken, Netzwerke aufzubauen und Forschung als Prozess zu sehen und zu verstehen – dazu gehören viele Umwege und Rückschläge, denn genau darin liegen oft die spannendsten Erkenntnisse.