
Universitätsklinik für Innere Medizin I, Klinische Abteilung für Onkologie, MedUni Wien
Internistische Fächer
Tätigkeitsbereich: Fachärztin, Forscherin
Forschungsschwerpunkte: Neuroonkologie
Gruppengröße: 5
Kontakt: anna.berghoff@meduniwien.ac.at
Was ich anbiete
Onkologie ist für mich kein Fach wie jedes andere – und ich möchte Ihnen zeigen, warum. Kaum ein Bereich der Medizin entwickelt sich so dynamisch: Die Biologie von Tumoren ist faszinierend komplex, und kein Tag vergeht ohne neue Erkenntnisse, neue Wirkstoffe, neue therapeutische Ansätze. Gleichzeitig ist Onkologie ein zutiefst menschliches Fach. Die Arzt-Patienten-Beziehung ist hier nicht Beiwerk, sondern Teil der Behandlung selbst – und ich empfinde es als große Ehre, meine Patientinnen und Patienten durch oft schwierige Zeiten begleiten zu dürfen. Jeder Patient:innenkontakt gibt mir Energie für neue Forschungsfragen.
Diese Faszination möchte ich an Studierende weitergeben, die sich vorstellen können, ihren Weg in der Onkologie zu gehen. Konkret biete ich die Möglichkeit, im Rahmen des Wahlfachs Wissenschaftliches Arbeiten in der Neuro-Onkologie aktiv an laufenden Projekten mitzuwirken. Auch die Betreuung von Diplomarbeiten ist möglich. Patient:innenkontakt kann – entsprechend den Regelungen der Abteilung – zum Beispiel im Rahmen einer Famulatur ermöglicht werden.
Was ich von den Studierenden erwarte
Ich wünsche mir Studierende, die mit echtem Interesse kommen – neugierig auf ein Fach, das sich täglich weiterentwickelt, und bereit, Fragen zu stellen, auch wenn die Antworten nicht immer eindeutig sind. Medizin und Forschung leben von Unsicherheit; wer das als Antrieb begreift statt als Hürde, wird hier viel mitnehmen.
Konkret lege ich Wert auf Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit: Wer dabei ist, ist wirklich dabei. Das bedeutet, Abmachungen einzuhalten, Aufgaben ernst zu nehmen und Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen. Eine kritische, wissenschaftliche Grundhaltung ist dabei genauso wichtig – Quellen hinterfragen, Studien lesen, nicht einfach akzeptieren, was gesagt wird.
Von der Gruppe erwarte ich, dass sie als Team arbeitet. Wissenschaftliche Fragestellungen lassen sich selten alleine lösen – und genau das ist eine der zentralen Lektionen, die ich vermitteln möchte. Ich möchte, dass Studierende voneinander lernen, gemeinsam diskutieren und erleben, wie produktiv echte Zusammenarbeit sein kann. Das ist eine Fähigkeit, die im späteren klinischen und wissenschaftlichen Alltag unverzichtbar ist.
Was ich verhindern möchte: Passivität und mangelnden Respekt – gegenüber Patientinnen und Patienten, gegenüber dem Team und gegenüber einander. Wer nur konsumiert, ohne sich einzubringen, nimmt anderen den Raum.
Zeitliche Vorgaben für Treffen
Wir treffen uns einmal monatlich am AKH Wien. Den genauen Termin legen wir gemeinsam fest.
Was dieses Mentoring-Programm besonders macht: Jedes Treffen wird von einem anderen Gruppenmitglied organisiert – inklusive Thema, Agenda und Ablauf. Das bedeutet, dass alle reihum Verantwortung für die Gruppe übernehmen und sich aktiv einbringen. Das ist kein Zufall, sondern Absicht: Teamarbeit und Eigeninitiative lassen sich am besten lernen, indem man sie tatsächlich praktiziert.
Was ich sonst noch sagen möchte
Ich liebe meinen Beruf – jeden Tag aufs Neue. Die Onkologie ermöglicht mir genau die Kombination, die mich antreibt: klinische Arbeit und Forschung, Hand in Hand. Als Leiterin der neuroonkologischen Ambulanz an der Onkologie des AKH Wien begleite ich täglich Patient:innen durch ihre Erkrankung und leite gleichzeitig Forschungsprojekte – darunter das ATTRACT Project (https://innere-med-1.meduniwien.ac.at/unsere-klinischen abteilungen/onkologie/forschungsschwerpunkte/attract-advanced-brain-tumor-therapy-clinical-trial/.
Was ich Studierenden aber genauso weitergeben möchte: All das wäre nicht möglich ohne eine gesunde Portion Balance. Ich bin Teil eines Dual Career Couples – mein Partner ist Chirurg, und wir haben die Karenzzeit bewusst 50:50 geteilt. Unseren beiden Kindern möchten wir vorleben, dass Karriere und Familie kein Widerspruch sind, sondern eine Kombination, die das Leben niemals langweilig werden lässt.