
Zentrum für Virologie
Virologie
Tätigkeitsbereich: Ärztin in Facharztausbildung im Bereich Klinische Mikrobiologie und Virologie
Forschungsschwerpunkte: Virusinfektionen des Nervensystems
Gruppengröße: 5
Kontakt: marianne.graninger@meduniwien.ac.at
Was ich anbiete
- Fokus auf die Themen Selbstfürsorge, Bewusstheit und Reflexion im klinischen/wissenschaftlichen Alltag
- Gelassenheit und Offenheit finden
- Methoden des Stressabbaus im Alltag
- Umgang mit belastenden Situationen
- Besprechung möglicher Wege nach dem Medizinstudium, auch neben dem "klassischen" Weg der klinischen Facharztausbildung im Krankenhaus
- Vorstellung von Möglichkeiten (medizinbezogener) extracurriculärer Freiwilligenarbeit
- Teilen von Erfahrungen von Auslandsaufenthalten (Famulaturen in Indonesien und Schweden; Erasmus und KPJ in Deutschland und Schweden)
- Daneben bei Interesse der Mentees Einblicke in die Arbeitsbereiche der klinischen Virologie:
- Interpretation virologischer Befunde, gerne mit Schwerpunktsetzung (wichtige virologische Aspekte in der Schwangerschaft / bei Immunsuppression / Tropenvirologie...)
- Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten (Wie verfasse ich einen Projektplan/Ethikantrag/Förderantrag? Wie baue ich eine wissenschaftliche Arbeit auf?)
- Möglichkeit der Diplomarbeitsbetreuung und der Absolvierung eines 8-wöchigen KPJ Tertials
Was ich von den Studierenden erwarte
- Offenheit und Toleranz in der Gruppe
- aktive Mitgestaltung des Mentorings durch das Einbringen von eigenen Erfahrungen, Überlegungen und Fragen; Offenheit zum Austausch
- Interesse entsprechend der obengenannten Themen
- Zuverlässigkeit
Zeitliche Vorgaben für Treffen
- Treffen ca. 1x pro Monat, bei akutem Bedarf auch öfter möglich
- Treffen - je nach behandelten Themen - entweder außerhalb der MUW (tendenziell 7./8./9. Bezirk) oder am Zentrum für Virologie in der Kinderspitalgasse 15, 1090
Was ich sonst noch sagen möchte
Das Medizinstudium und die Arbeit als (klinische) Ärzt:in sind spannende und bereichernde, jedoch gleichzeitig fordernde Tätigkeiten, die uns viel abverlangen können - sei es Zeit, körperliche Gesundheit oder emotionale Kapazitäten. Durch Stress kann es passieren, dass wir nur mehr "funktionieren", statt bewusst und mit Motivation unserer Tätigkeit nachzugehen. Ich möchte die Mentees einladen, über den Tellerrand zu blicken und die eigenen Situation von einer Metaebene aus zu betrachten.
Was ist es, das mich an der Medizin begeistert? Welche Motivation liegt meinem Studium/meiner Arbeit zugrunde?
Wie wähle ich ein Fach aus, das zu mir passt? Zieht es mich in Klinik und/oder Wissenschaft?
Wie komme ich mit stressigen Situationen zurecht? Was fehlt mir? Was ist mein Ausgleich?
Fühle ich mich überhaupt wohl, als Ärzt*in zu arbeiten? Welche anderen Wege gibt es, nach dem Studium als Mediziner:in zu arbeiten?
Als klinische Virologin arbeite ich nicht im "klassischen" Krankenhaussetting, was mit einer gewissen Flexibilität der eigenen Arbeit einhergeht. Mein Alltag beinhaltet neben den klinischen Tätigkeiten der Patient:innenbetreuung, Beratung und Befundinterpretation auch viel Forschung (inkl. Durchführung eines PhD) und Lehre. Durch begleitende Freiwilligenarbeit (im Studium langjährige Mitarbeit bei der Austrian Medical Students' Association (AMSA), jetzt Betreuung der Jungen ÖGHMP (mikrobiologische Fachgesellschaft)) schaffe ich einen Ausgleich zu meiner klinisch-virologischen Tätigkeit. Basierend auf diesen Erfahrungen freue ich mich, mich mit den Mentees auszutauschen und sie in der eigenen Reflexion zu unterstützen.
Selbstverständlich ist bei bestehendem Interesse auch ein Einblick in die klinisch-virologische Arbeit, wie oben beschrieben, möglich. Ich freue mich, die Inhalte und genauen Arbeitsbereiche der klinischen Virologie mit den Mentees zu teilen, und Interesse für unser Fach zu wecken.