
Univ. Klinik f. Innere Medizin I, Intensivstation 13i2
Internistische Fächer
Tätigkeitsbereich: Intensivmedizin
Forschungsschwerpunkte: Extrakorporale Membranoxygenierung, Hämodynamik
Gruppengröße: 5
Kontakt: bernhard.nagler@meduniwien.ac.at
Was ich anbiete
Durch ehrlichen, offenen Austausch meiner Erfahrungen hinsichtlich Ausbildung und Beruf – insbesondere in der Intensivmedizin - möchte ich meine Mentees bei der Gestaltung ihrer Ausbildung und Karriereplanung unterstützen.
Mögliche Themen für unsere Treffen:
- Universitäre Ausbildung: Wie kann ich ergänzend zum offiziellen Curriculum das Medizinstudium meinen persönlichen Interessen und Begabungen entsprechend individualisieren? Wie kann ich als Studierende(r) von der enorm vielfältigen klinischen und wissenschaftlichen Expertise an der Medizinischen Universität Wien persönlich profitieren? Welches Wissen braucht man später im Beruf ganz besonders? Wie läuft ein PhD-Studium ab?
- Diplomarbeit: Wie finde ich ein geeignetes Thema und eine(n) Betreuer(in)? Welche Fehler kann man machen? Welchen Nutzen kann eine Diplomarbeit für die Karriere haben?
- Wissenschaft: Wie komme ich zu wissenschaftlicher Betätigung? Warum lohnt sich Forschung für die Forscher:innen? Welche Fähigkeiten könnte oder sollte man sich bereits im Studium aneignen?
- Facharztausbildung: Wie entscheide ich mich für eine Fachrichtung? „Vom Spritzenferdl zum Experten“ – wie läuft die klinische Ausbildung ab? Muss ich mich vor der Basisausbildung fürchten? Wie komme ich zu einer Ausbildungsstelle? Uniklinik oder Peripherie – welche Vor- und Nachteile gibt es? Wie ist die Situation in Deutschland oder in der Schweiz? „Rotieren heißt nicht durchdrehen“ – wie gestaltet man klinische Rotationen am besten?
- Intensivmedizin: Warum ist Intensivmedizin das spannendste Fach? Welche Herausforderungen gibt es? Wie entscheide ich mich zwischen internistischer Intensivmedizin, Notfallmedizin und Anästhesie?
- Klinische Einblicke: Auf Wunsch ist eine Begleitung von Diensten („Shadowing“) auf der Intensivstation möglich.
- Work-Life-Balance: Wie vereinbart man Klinik, Forschung, Lehre und „extracurriculäre Aktivitäten“ (= nicht-medizinische Hobbies)? „Aber zu Weihnachten hat man doch sicher frei?!“
Was ich von den Studierenden erwarte
- Motivation: Mentoring bedingt intensive Interaktion und Partizipation. Mir ist wichtig, dass meine Mentees Neugier zeigen und aktiv die Schwerpunkte unserer Treffen bestimmen.
- Offenheit, Ehrlichkeit, Vertraulichkeit: Unsere Treffen sollen ein „Safe Space“ sein – man kann, muss aber nicht über alles reden, jedenfalls muss man einander vertrauen können, dass alles Gesagte vertraulich bleibt.
- Zuverlässigkeit: Unangekündigtes Fehlen bei den vereinbarten Treffen enttäuscht die ganze Gruppe – ich erwarte mir das Einhalten der gemeinsam festgelegten Termine oder zumindest eine rechtzeitige Mitteilung bei Verhinderung.
Zeitliche Vorgaben für Treffen
Die Termine werden gemeinsam mittels Abstimmung festgelegt. Geplant sind mindestens 6 Treffen pro Studienjahr. Die Treffen werden primär nachmittags im AKH, evtl. auch in der näheren Umgebung (z.B. Cafes oder im Freien) stattfinden.
Was ich sonst noch sagen möchte
Ich habe schon früh im Studium meine Faszination für die Intensivmedizin erkannt. Mein Interesse wurde durch die Teilnahme an unzähligen entsprechenden Wahlfächern weiter gestärkt. Als langjähriger Dauerfamulant auf der Intensivstation 13i2 konnte ich dann bereits wertvolle klinische Erfahrungen sammeln und meine ersten wissenschaftlichen Tätigkeiten beginnen. Nach Absolvierung der Basisausbildung in der Klinik Ottakring folgte im AKH meine demnächst abgeschlossene Facharztausbildung im Fach "Innere Medizin und Intensivmedizin".
Früher hatte ich oft das Gefühl, parallel zum eigentlichen Medizinstudium eine Art "Zusatzstudium" in Intensiv- und Notfallmedizin zu absolvieren. Heute erkenne ich, dass dies tatsächlich kein "Parallelstudium", sondern vielmehr eine intensive Personalisierung des Medizinstudiums war. Das Studium an der MUW bietet neben dem eigentlichen "offiziellen Curriculum" äußerst umfangreiche Möglichkeiten zur persönlichen Gestaltung und Entfaltung. Wie ich einst selbst als glücklicher Mentee erfahren durfte, kann Mentoring helfen, diese äußerst wertvollen Chancen zu nutzen!